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Labordiamant oder Naturdiamant – was ist der Unterschied?

Autorenbild: Janik Mahler
Janik Mahler
17. Sept.
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Okt.

Labordiamant oder Naturdiamant – diese Frage stellen sich immer mehr Menschen beim Kauf eines Verlobungsrings, Eherings oder hochwertigen Schmuckstücks. Der wichtigste Unterschied liegt in der Herkunft, nicht in der Optik: Beide sind echte Diamanten mit vergleichbaren chemischen, physikalischen und optischen Eigenschaften. Unterschiede zeigen sich vor allem bei ihrer Entstehung, beim Preis, bei der Seltenheit, der Wertentwicklung und bei Fragen der Nachhaltigkeit.

Bei Juwelier Mahler in Zürich finden Sie sowohl natürliche Diamanten als auch ausgewählte Labordiamanten. Eine transparente Beratung und ein anerkanntes Zertifikat helfen Ihnen dabei, die Eigenschaften und Herkunft des jeweiligen Steins richtig einzuordnen.


Labordiamant vs. Naturdiamant: die wichtigsten Unterschiede

Natürliche Diamanten entstehen über Millionen bis Milliarden Jahre tief im Erdinneren. Labordiamanten entstehen dagegen innerhalb weniger Wochen oder Monate unter kontrollierten Bedingungen. Obwohl beide auf unterschiedliche Weise entstehen, handelt es sich bei beiden um Diamanten mit derselben grundlegenden chemischen Zusammensetzung und Kristallstruktur.


Die wichtigsten Unterschiede:

  • Herkunft: Naturdiamanten entstehen über einen sehr langen Zeitraum tief in der Erde. Labordiamanten werden mithilfe technischer Verfahren unter kontrollierten Bedingungen hergestellt.

  • Preis: Labordiamanten sind häufig deutlich günstiger als natürliche Diamanten vergleichbarer Qualität. Das kann bei einem bestimmten Budget mehr Spielraum bei der Grösse des Steins schaffen.

  • Seltenheit: Die natürlichen Vorkommen von Diamanten sind begrenzt. Labordiamanten können in entsprechender technischer Umgebung immer wieder hergestellt werden.

  • Wert: Die Seltenheit natürlicher Diamanten trägt zu ihrem vergleichsweise stabileren Wertprofil bei. Labordiamanten dagegen sind stärker vom Preisgefüge eines Marktes geprägt, in dem die Produktion grundsätzlich skalierbar ist.

  • Nachhaltigkeit: Labordiamanten benötigen keinen klassischen Minenabbau. Wie nachhaltig ihre Herstellung tatsächlich ist, hängt jedoch unter anderem von der Energiequelle ab.

  • Optik: Hochwertige Labordiamanten und Naturdiamanten lassen sich mit blossem Auge in der Regel nicht voneinander unterscheiden. Ihre Unterschiede liegen vor allem in ihrer Entstehung und den Merkmalen, die gemmologische Untersuchungen sichtbar machen.



Was ist ein Labordiamant – und ist er echt?

Ja. Lab grown Diamonds, synthetische Diamanten und Labordiamanten sind echte Diamanten. Sie bestehen aus Kohlenstoff und besitzen dasselbe kubische Kristallgitter wie natürliche Diamanten. Sie sind weder Zirkonia noch Moissanit.

Labordiamanten erreichen wie Naturdiamanten den Härtegrad 10 auf der Mohs-Skala und zeigen denselben typischen Glanz und das charakteristische Feuer eines Diamanten. Durch die kontrollierten Wachstumsbedingungen können viele laborgezüchtete Steine sehr hohe Farb- und Reinheitsgrade erreichen.

Bewertet werden Labordiamanten nach denselben 4C-Kriterien:

  • Carat: Gewicht

  • Colour: Farbe

  • Clarity: Reinheit

  • Cut: Schliff

Anerkannte Institute wie GIA, IGI oder HRD kennzeichnen die Laborherkunft im Zertifikat eindeutig. Viele Labordiamanten tragen zusätzlich eine Lasergravur an der Rundiste, die mit blossem Auge kaum sichtbar ist.

Ein Labordiamant kann optisch genauso hochwertig wirken wie ein Naturdiamant. Bei gleichem Budget ist oft ein grösserer Stein möglich.


Kann man einen Labordiamanten mit blossem Auge erkennen?

In der Regel nicht. Hochwertige Labordiamanten und Naturdiamanten lassen sich optisch kaum unterscheiden. Für eine sichere Bestimmung nutzen gemmologische Institute Spezialgeräte, analysieren Wachstumsmuster und prüfen Lasergravuren sowie die Angaben im Zertifikat.



Wie entstehen natürliche Diamanten und Labordiamanten?

Natürliche Diamanten entstanden vor etwa 1 bis 3 Milliarden Jahren im Erdmantel unter extremem Druck und Temperaturen von über 1.000 °C. Vulkanische Prozesse transportierten sie später in Lagerstätten näher an die Erdoberfläche. Jeder Naturdiamant besitzt dadurch eine individuelle Wachstumsgeschichte mit charakteristischen Einschlüssen.

Labordiamanten werden vor allem mit zwei Verfahren hergestellt:

  • HPHT – High Pressure High Temperature: Dabei werden die natürlichen Entstehungsbedingungen durch hohen Druck und starke Hitze technisch nachgebildet.

  • CVD – Chemical Vapor Deposition: Hier wächst der Diamant schichtweise in einer Vakuumkammer, indem kohlenstoffhaltiges Gas auf einen Samenstein aufgebracht wird.

Nach dem Wachstum werden Labordiamanten wie natürliche Rohdiamanten gesägt, geschliffen und poliert. Spezialisierte gemmologische Institute können ihre Herkunft anhand bestimmter Wachstumsmuster und technischer Merkmale erkennen.


Preis, Wert und Qualität im Vergleich

Beim Vergleich von Labordiamant und Naturdiamant spielt der Preis eine zentrale Rolle. Labordiamanten sind je nach Marktphase häufig etwa 30 bis 60 Prozent günstiger als Naturdiamanten vergleichbarer Qualität. Dadurch lässt sich bei gleichem Budget oft ein grösserer Stein wählen – beispielsweise ein grösserer Lab grown Diamond statt eines kleineren Naturdiamanten.

Bei der Wertentwicklung zeigen sich deutlichere Unterschiede. Natürliche Diamanten besitzen durch ihre begrenzte Verfügbarkeit und ihre geologische Entstehung ein stabileres Wertprofil. Labordiamanten können dagegen in grossem Umfang produziert werden, wodurch ihre Marktpreise stärker unter Druck geraten können.

Bei der Qualität gelten dieselben Kriterien. Ein Labordiamant kann in Farbe, Reinheit und Schliff dieselben oder sogar höhere Grade erreichen wie ein Naturdiamant. Entscheidend sind die 4C und ein anerkanntes Zertifikat – nicht allein die Herkunft.

Juwelier Mahler bietet sowohl Naturdiamanten als auch ausgewählte Labordiamanten mit klaren Qualitätsangaben und transparenter Herkunft an.


Nachhaltigkeit und Ethik: Sind Labordiamanten besser?

Lab grown Diamonds werden häufig als nachhaltigere Alternative wahrgenommen. Ganz so einfach ist die Frage jedoch nicht.

Der Abbau natürlicher Diamanten greift in Landschaften und Ökosysteme ein. Gleichzeitig wurden in der Diamantindustrie Standards wie der Kimberley-Prozess geschaffen, um Konfliktdiamanten einzudämmen. Verantwortungsvolle Minenbetreiber investieren zudem in Rekultivierung, Infrastruktur und lokale Arbeitsplätze.

Labordiamanten benötigen keinen klassischen Minenabbau und verbrauchen deutlich weniger Land und Wasser. Ihre Herstellung kann jedoch ziemlich energieintensiv sein. Entscheidend ist daher die Herkunft des Stroms.

Auch ethisch gibt es unterschiedliche Perspektiven. Labordiamanten können konfliktfrei produziert werden. Natürliche Diamanten sichern in einigen Förderregionen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Strukturen.

Nachhaltigkeit sollte deshalb nicht nur über das Etikett „Labor“ oder „Natur“ beurteilt werden, sondern über Herkunft, Energiequelle, Zertifikate und die Transparenz der Lieferkette.


Welcher Diamant passt zu Ihnen?

Den einen richtigen Diamanten gibt es nicht. Entscheidend ist, was Ihnen beim Kauf wichtig ist – etwa Budget, Stil, Grösse des Steins oder seine persönliche Bedeutung.

Wenn Sie für Ihr Budget möglichst viel Karat wünschen, moderne Technologien schätzen oder einen grösseren Stein bevorzugen, ist ein Labordiamant eine interessante Wahl.

Für einen Naturdiamanten sprechen dagegen seine Seltenheit, seine geologische Geschichte und die traditionelle Symbolik. Das kann besonders bei Verlobungsringen, Eheringen oder Schmuckstücken mit persönlichem Erinnerungswert eine Rolle spielen.

Auch das Design beeinflusst die Wirkung des Diamanten. Fassung, Schliff und Edelmetall spielen dabei zusammen. Ob 14k oder 18k Weissgold, Gelbgold oder Roségold – jedes Material setzt den Stein anders in Szene.


Labordiamant oder Naturdiamant bei Juwelier Mahler in Zürich vergleichen

Wer zwischen Labordiamant und Naturdiamant schwankt, sollte beide Varianten vergleichen. Bei Juwelier Mahler in Zürich können Sie verschiedene Steine am Finger betrachten, unter der Lupe prüfen und mit einem Juwelier 4C und Zertifikate vergleichen.

So sehen Sie neben dem Preisunterschied auch Grösse, Brillanz, Farbe und Wirkung im Ringdesign.

Ob Sie sich für einen natürlichen Diamanten oder einen Lab grown Diamond entscheiden: Entscheidend sind transparente Qualitätsangaben, ein anerkanntes Zertifikat und ein Schmuckstück, das zu Ihren Vorstellungen passt.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin bei Juwelier Mahler in Zürich und finden Sie den Diamanten, der Ihre Welt zum Funkeln bringt. Ob aus der Tiefe der Erde oder aus modernster Technologie: Die Wahl ist einfach – Ihr Diamant sollte so einzigartig sein wie die Frau, die ihn trägt.


 
 
 

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